Reise durch Wirklichkeiten

Donnerstag, 20. Oktober 2016

Einsichten

Deine Anpassungsmimikry. Ein kleiner Teil eines Ganzen sein. Sich selbst dabei verlieren als notwendiger Akt. Wie lange hälst du das durch? Dieses „Später, später...“, es hält dich innerlich aufrecht, während du äußerlich den Knecht gibst, aus Einsicht in die Verhältnisse... Da sind die Anpassungsmechanismen der anderen, das alltägliche Buckeln und dieses „bloß keine Empfindlichkeiten zeigen“: das sanktionieren die anderen sofort mit Liebes- , das heißt Geldentzug. Du musst funktionieren. Nicht krank werden. Wenn du etwas kreieren würdest, wär das keine besondere Sache. Sofort rückt jemand anderes an deine Stelle.
Wieso haben die so wenig Abstand zu dem, was sie tun? Wieso können die sich so sehr damit identifizieren? Haben doch alle studiert, haben sich im Blick geübt, der im Alltäglichen das Unalltägliche aufsucht, der die Distanz zu den Dingen und zu sich selbst sucht. Haben sich die Analysemethoden angeeignet, um zu erkennen, dass in solch eingeschlossenen Verhältnissen, in solchen betrieblichen Strukturen die Macht wohnt und die Machtausübung anderer implizit eingeschlossen ist. Wie kann man das so akzeptieren, sich dermaßen zu eigen machen? Schon die dauernd praktizierte Formulierung „Wir“. Wer ist wir? Der Betrieb? Einer, der stark ist? In diesen Zeiten? Der sich ein Monopol erobert hat? Wir sind stark. Wer ist wir? Der dich aber auch entlässt und dir Lohnzugeständnisse abringt, wenn er es für nötig hält. Dann bist du nicht mehr der Betrieb. Der Betrieb, dessen Chefs riesige Karossen fahren, die sie als Statussymbol direkt vor dem Eingang parken. Der Betrieb, dass sind doch die Kaufleute, die alles Wichtige diktieren. Alles Wichtige hat auf dieser Erde mit Geld zu tun, nicht mit Geist. Sie müssen immer wieder den Stallgeruch pflegen. An jedem Geburtstag, den irgendein Kollege hat. Dann werden kleine Tischen aufgestellt und Gemeinsamkeiten zelebriert.....

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