Reise durch Wirklichkeiten

Dienstag, 16. September 2025

Bubble Trouble

Dies hier habe ich als Notiz gefunden in meinem Chaos. Es beleuchtet eine „Grundüberzeugung“, wenn es das gibt. Nach der ich auch zu handeln versuche. Ich nehme hiermit auch die Diskussion auf, die zuletzt in Deutschland herrschte. Menschen halten sich in unserer ausdifferenzierten Gesellschaft in verschiedenen (Lebens-)Welten auf, bevorzugen verschiedene Stile in mancherlei Lebensfragen, sind unterschiedlich geprägt durch verschiedene Milieus oder Herkunft. Daran knüpft sich oft ein Ethos, das es zu verstehen gilt. Sich hinein arbeiten zu wollen, etwas davon erkennen zu wollen, sich selbst auf etwas anderes einzulassen, andere Zusammenhänge zu begreifen, könnte etwas wertvolles sein, was mit „Empathie“ zu tun hat. Da aber im Zeitalter des Neoliberalismus jeder für sein persönliches Glück für selbst verantwortlich erklärt wird, da jegliche Zielrichtung „Solidarität“ insofern verpönt und negativ belegt scheint, bewegt sich diese Gesellschaft immer mehr in Polarisierung, Vereinzelung und Desolidarisierung. Das Bewusstsein, für etwas Gemeinsames verantwortlich zu sein, schwindet. Überhaupt schwindet das Bewusstsein, trotz aller Individualisierung auch mit den Social Medias einem Kollektiven ausgeliefert zu sein. Verständnis füreinander schwindet, auch wenn kurz- und mittelfristige Entwicklungen dem nicht zu entsprechen scheinen. Sich ein Stück weit auf andere Lebenswelten zuzubewegen, seinen Horizont über die gewohnte „Bubble“ hinaus zu erweitern, dazu will und wollte ich andere Menschen ermuntern. Es ist dies auch durch meinen früheren Beruf, die damit verknüpften Erfahrungen und durch meine frühere Ausbildung inspiriert. Aber auch durch darüber hinaus gehende Erkenntnisse und Erfahrungen eher persönlicher Art. Neugierig auf „das Andere“ sein, sich selbst damit erweitern, andere Möglichkeiten des Daseins erwägen (auch für sich selbst), sich mitfühlend empathisch statt competetiv zu verhalten.

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