Reise durch Wirklichkeiten

Sonntag, 9. Dezember 2018

Sport im Kopf

Es wird wohl immer krasser, das aber schleichend, so dass niemand etwas davon zu merken scheint: Wintersportler sind inzwischen gehende Litfasssäulen, Werbeflächen und drängen sich einem bei jeder Sportübertragung auf. Der Trick ist, das Sportler auf Sponsorengelder wie diese angewiesen sind, dass sie auf subtile Weise gezwungen sind, sich so zu verhalten und sich als "Werbeträger" zu "verkaufen". Dass auch ihre jeweiligen Verbände davon weitgehend abhängig sind. Der Trick ist auch, dass diese Sportler seit früher Kindheit auf Werbe-Clips geprägt sind, und dazu neigen, deren Botschaften zu glauben. Der Trick ist auch, dass alles, was Werbung betrifft, in den Bereich des „Normalen“ übergegangen ist und als solches akzeptiert wird. Doch was macht diese Werbeindustrie anderes, als „Fake News“ und die Wonnen einer längst vergangenen Wachstumsgesellschaft zu verbreiten? Müssen wir vielleicht neu darüber nachdenken, was wir wirklich brauchen aus dieser Konsumindustrie und was nicht? Gilt es gerade, diesen Werbebotschaften, die sich doch aus tausend Gründen längst ad absurdum geführt haben, zu misstrauen? Der Trick ist auch, dass die Werbung immer noch zu funktionieren scheint, dass sie gewisse Produkte in unserem Bewusstsein zu verankern scheint, dass diese „Produkte“ längst zu Statussymbolen geworden sind, mithilfe deren man sich von anderen absetzt und Identität gewinnt.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen