Reise durch Wirklichkeiten

Donnerstag, 6. Dezember 2018

Die Mächtigen des Tages

Ich schreibe ja wohl selten über die sogenannte "Tagespolitik". Heute hat es mich nach der Lektüre der Zeitungen dann doch gereizt. Und so mache ich eine Ausnahme:  Die Chefs der Länder (Ministerpräsidenten) haben offenbar eine Grundgesetzänderung zugunsten der Bildungspolitik des Bundes verworfen: richtig so! (das Grundgesetz ist ja nicht irgendein Papier, das aus der Feder der derzeit Mächtigen stammen könnte, vielleicht kann man die genügende finanzielle Austattung der Schulen und der Bildungspolitik auch auf eine andere Art hinkriegen, es scheint da institutionelle Wege zu geben). Allein, ich habe die Befürchtung, dass die Bildung und ihre finanzielle Ausstattung dabei unter die Räder gerät, d.h., dass nichts geschieht - und das auch noch mit einer gewichtigen Ausrede. Dass alles wie bisher weiter geht.
Die Kandidaten um den Parteivorsitz der CDU sondern die üblichen Phrasen ab (Steuersenkungen, „kleiner Mann“ usw.), die sie mit teils obskuren Vorschlägen zur Migrationspolitik garnieren, - überhaupt scheint es nur darum zu gehen, wer der AfD am besten wieder Wähler abluchsen könnte (auch hier richtet man sich auf kleinkarierte Weise nach einem Mitbewerber...) und keineswegs um die Qualitäten der Bewerber,,,,, Außerdem: es verlautete doch in der Vergangenheit, dass es eine ganze Reihe von weniger prominenten Mitbewerbern geben würde. Wo sind die geblieben? Haben sich bei der Kandidatenrunde in den Landesverbänden nicht vorgestellt? Ob sich hier wieder einmal ein Establishment durchgesetzt hat und dabei alle Mittel einsetzt (nicht nur die AfD hat Parteispendenskandal, in der Vergangenheit haben sich auch die „etablierten“ Parteien auf diesem Gebiet sehr profiliert und so manche Fragen offen gelassen....).
Es kommt mir so vor, als würde bei den „gelben Westen“ in Frankreich nicht gegen ökologische Gesetze, sondern gegen die gnadenlose Besteuerung überhaupt protestiert, die die in Paris sitzende „Elite“ rücksichtslos protegiert und jetzt ihr Gewissen beruhigen wollte, indem sie ökologische Steuern erheben wollte. Mir scheint,k dass die „gelben Westen“ einen Protest gegen die sich stark abschottende Klassengesellschaft in Frankreich artikulieren will, die sich meist aus Absolventen der ENA (Ecole Nationale) rekrutiert und dabei zunehmend ein Gebaren an den Tag legt, dass dem einer Marie Antoniette im Jahr 1789 (Französische Revolution) nicht unähnlich ist. 


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen