Ein Durchgang durch Realitäten aus meiner Sicht - Blog von Ulrich Bauer (Ergänzt ubpage.de)
Mittwoch, 30. April 2025
Demütig frei
Ja, ich wollte mal Personen und Dinge besser erkennen, die „decodieren“, indem ich sie im Zusammenhang mit ihren Lebenswelten kennen lernte. Auf dem Weg dazu musste ich mich allerdings zu oft prügeln und „gebrauchen“ lassen, musste versuchen, mich anzupassen an ein vorgegebenes System, dessen Vertreter rüde auf mich einschlugen. Man stand als Freier Journalist zwischen der Redaktion und denjenigen, die zb. eine PK veranstalten, also Meinungsträger, Meinungsmacher, Personen des „öffentlichen Interesses“. Demütigungen waren ein Preis, den man zu zahlen hatte, Zurechtweisungen von Deppen, denen ich kein bisschen Respekt entgegen brachte und bringe. Ich hatte das alles am Anfang zu idealistisch gesehen (mein Fehler). Hatte hierarchische Überlegungen außer acht gelassen (dachte, das bedeute Journalismus!) und die Hierarchie als einen Teil des Lebens noch nicht richtig gesehen. Ich lebte zuvor in einer Welt, in der es gilt, schlaue Bücher zu schreiben oder in den USA das unternehmerische „Käpsele“ zu geben. Es gab in meinem Elternhaus auch Bekanntschaften zu Leuten, die in den USA als Dozenten und Professorinnen prosperierten. In der Ferme. Seltsam fern blieb mir diese Sphäre. Jetzt aber will man nicht mehr im Hamsterrad rennen.
x
x
x
Yes, I wanted to better understand people and things that "decode" by getting to know them in the context of their lives. Along the way, however, I had to put up with too many fights and be "used," trying to adapt to a predetermined system whose representatives rudely attacked me. As a freelance journalist, I stood between the editorial team and those who, for example, organized a press conference—that is, opinion leaders, opinion makers, people of "public interest." Humiliation was a price to pay, reprimands from idiots for whom I had and still have not the slightest respect. I had viewed it all too idealistically at the beginning (my mistake). I had ignored hierarchical considerations (I thought that was what journalism meant!) and hadn't yet fully recognized hierarchy as a part of life. Before that, I lived in a world where the goal was to write clever books or, in the US, to act like an entrepreneur. At my parents' house, I also had acquaintances with people who were prospering as lecturers and professors in the US. I felt strangely distant from that sphere. But now, I don't want to be stuck in the hamster wheel anymore.
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen