Reise durch Wirklichkeiten

Dienstag, 15. Januar 2019

Krieg und Drogen

Ob wir uns vorstellen können, dass es nahezu keine Kriege der Neuzeit gab, in denen nicht Drogen eine große Rolle spielten? Von den Mayas und ihren Opferritualen ist das ja bekannt. Präzise Kalender, Schriftzeichen, Kulte, Astronomie usw. ...aber auch Drogen. Und all die anderen? Ob es einem Menschen leichter fällt, einen anderen blutig umzubringen, wenn er Drogen und Aufputschmittel genommen hat? Aus was wohl der Zaubertrank von Asterix und Obelix genau bestanden hat? Ob die psychischen Belastungen nach blutigen Auseinandersetzungen mit Beruhigungsmitteln nicht leichter zu weg zu stecken sind? Nun ja, schon Alexander der Große soll seine Mannen mit Opium bei Laune gehalten haben. Auch bei den alten Römern war das Konsumieren von Drogen womöglich beliebt. Und die Völker des Altertums? Die konnten mit den Wirkungen der Drogen offenbar so umgehen, dass sie sie gezeilt für ihre Zwecke einsetzten.
Es scheint so, dass beispielsweise die Phönizier sich als frühe Dealer gerierten, indem sie für den Nachschub an Drogen sorgten und sich dafür von jenen honorieren ließen, die entsprechend zahlen konnten. Die geborenen Händler, englisch „Dealer“. Auch deuten gewisse Ausgrabungen bei den alten Ägyptern auf den Einsatz von Drogen hin. Der Schlafmohn als Produzent des Ausgangsstoffes von Opium und später Heroin scheinen etwas „under the table“ geradezu vergöttert worden zu sein. „Trank des Vergessens“ gegen alle Unbill des Krieges: Opium, in Wein aufgelöst. Beinhartes Zeug. Euphorie. Angsthemmer. Die Germanen tranken nur Bier, allerdings meist versetzt mit psychoaktiven Essenzen. Im zweiten Weltkrieg kamen wohl Kokain, Speed und Pervitin zum Einsatz, wobei das Pervitin unter anderem das Durchhaltevermögen stark forciert und deshalb wohl in ganz großen Stil zum Einsatz kam. Drogen machten halt gefügig und zu jeder Schandtat bereit. Sogar Crystal Meth war offenbar schon unterwegs. Extrembelastungen aushalten. Dinge tun, die man bei klarem Verstand nie tun würde. Drogen scheinen den Menschen über sich hinaus zu führen. Das kann, die Suchtgefahren einmal ausgeklammert, in Richtung von etwas Positivem oder etwas Negativem sein. Die alten Hippies waren verrückt nach etwas, was man „Bewusstseinserweiterung“ nannte. Die sehr agressiven Gefahren wurden da gerne mal ein bisschen ausgeklammert oder romantisiert. Jedenfalls scheint der Mensch auch auf diesem Wege aus sich selbst heraus kommen zu wollen, um sich zu entgrenzen, sein Bewusstsein zu erweitern und jene „übernatürliche“ Lust zu empfinden, die alles andere überlagern kann. Wie das wohl heute aussieht? Ob es Doping in verschiedenen Formen gibt? 

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