Reise durch Wirklichkeiten

Montag, 10. Mai 2021

Wachsend wachsen

Es ist jetzt immer häufiger von „Wachstum“ die Rede. Dass wir das dringend bräuchten, um die Folgen der Pandemie möglichst schnell zu bewältigen. Ich frage mich dann oft, ob denn gar nichts gelernt wurde, ob denn ein überkommenes Lebensmodell tatsächlich in die Zukunft führen kann, bloß, weil das gewisse Wirtschaftswirtschaftler so fordern und weil sie das als einzigen Weg sehen. Ob es da eine Rolle spielt, dass diese Wirtschaftswissenschaftler (in teils hochdekorierten Positionen mit Professorentitel ausgestattet) den nutzenmaximierenden und ausschließlich auf die Güterwelt ausgerichteten homo oeconomicus sowie die Zentralität des Wirtschaftswachstums einfach so als Basis ihrer Ansichten annehmen. Dabei könnte ja offensichtlich sein, dass das mit dem Wachstum wohl nicht immer so weiter gehen kann. Nicht zuletzt könnte man zu dem Schluss kommen, wenn dies Wirtschaftswachstum in zunehmendem Maße einer immer kleiner werdenden Schicht von Machtmenschen und Milliardären zugute kommt (mal oberflächlich betrachtet). Als etwas provozierend dürfte dabei ein Anspruch des Oberinvestors und milliardenschweren Geldspezialisten Warren Buffet empfunden, der harte soziale Auseinandersetzungen prophezeit und dabei am Ende die Besitzenden und Geldsäcke auf der ganzen Linie gewinnen sieht. Ob wir in diese Richtung wachsen wollen?

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