Reise durch Wirklichkeiten

Freitag, 8. November 2019

Digitalisierung

Ich bin fassungslos, wie besinnungslos jetzt das Wort „Digitalisierung“ besonders von Politikern durchgeprügelt wird. Das Allheilmittel. Der Schlüssel zur Zukunft, so scheint es. Obwohl Deutschland im Ranking der Verfügbarkeit und Schnelligkeit des Internet immer weiter nach hinten rückt, wird unablässig der Ausbau von 5G propagiert. Dabei gibt es eine heiße Diskussion, ob 5G unter Umständen gesundheitsschädlich sein könnte. Selbst der Ausbau von 4G scheint bis jetzt immer noch nicht recht funktioniert zu haben (große "Funklöcher" scheinen Beleg dafür zu sein...). Wozu brauchen wir überhaupt 5G: Um gewaltige Datenmengen zu bewältigen, die gewaltige Energiekosten verursachen? Zum Nutzen und Profit von wem? Ist es so, dass der Fortschritt „halt kommt“? Ob man es sich gefallen lassen sollte, von den Propagandisten der „Digitalisierung“ öffentlich als Bedenkenträger eingestuft zu werden? Ob man gerade wegen einer Haltung der kritischen Abwägung stolz auf Europa sein könnte, das gerade nicht dem blinden Optimismus der Technokraten im Silicon Valley mit ihrem mehr oder weniger offenen Kommerzinteresse unterliegt? Oder dem Autokrateninteresse, das die digitale Diktatur einführen will, zum eigenen Nutzen und Frommen? Zum Machterhalt und -ausbau? Sicher, es wird einiges sinnvoll und nützlich bei den digitalen Techniken sein. Doch ist es nicht gerade jetzt unsere Aufgabe, klug abzuwägen?

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