Reise durch Wirklichkeiten

Donnerstag, 26. Februar 2026

Meine Fotos

Meine Fotos sind hauptsächlich Abbildungen dessen, was mir im Alltag oder in der Betrachtung des Alltags begegnet ist. Keine großartige KI-Montagen, nichts Spektakuläres, nichts besonders Treffendes, nichts von dem, auf dem das Auge wohlgefällig ruht. Eher das Gewöhnliche, „Normale“, das, was einem unvermittelt in mittlerer Qualität begegnet. Mir kommt es oft so vor, als würden relativ viele Leute immer noch daran glauben, dass jegliche Fotografie die Wirklichkeit abbildet. Hauptsache, technisch hervorragend. Wenn`s geht: die schöne Seite der Wirklichkeit, so, wie sie Social Medias oder die Hochglanzmagazine der Reisesehnsucht abbilden. Nicht das, was typisch für eine bestimmte Person ist. Wer interessiert sich denn schon dafür? Eigentlich müsste sich jeder fragen, ob es sich bei den visuellen Eindrücken, die auf ihn herein brechen, um eine gestellte Wirklichkeit handle. Eine in bestimmtem Interesse manipulierte Seite der Wirklichkeit. Retouchiert in Nettigkeit. Wie das geht, ist an anderer Stelle nachzulesen. Es gilt, Reflexe abzurufen, das scheinbar „Schöne“ so abzubilden und zu manipulieren, wie das Tausende vor einem gemacht haben. Nur besser sein. Höher, schneller, weiter. Das Klischee, Paris Eiffelturm, Männeken Piss und typische, vorgegebene Instagram- oder Tictoc-Motive usw. Am Rande eines Abgrunds. Hinausgebogen. Fotografie ist die größte Bewusstseinsmanipulationsmaschine der Welt: Es werden Massen von Fotos ins Netz geladen und damit auch Massen von Lügen. Es werden Ideale, zb der Einstellung zum eigenen Körper gegenüber, ausgegeben und verkauft. Aber auch das Politische macht da gerne mit: da werden Kampagnen gefahren und Propaganda für schlimmste Greueltaten abgesondert. Die eigene Politik „verkauft“.

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