Ein Durchgang durch Realitäten aus meiner Sicht - Blog von Ulrich Bauer (Ergänzt ubpage.de)
Dienstag, 23. Juni 2026
Ironie und Mitmenschen
Okay, zu viel der Ironie! Da muss aufgepasst werden, dass man nicht allzu zynisch daherkommt. Ein bisschen Übertreibung hier, eine versteckte Pointe dort: So was ist nicht jedermanns Sache. Das habe ich unter anderem auch bei meinen Kritiken für eine größere Tageszeitung gespürt. Es wurde sehr empfindlich reagiert und teilweise falsch verstanden, was man extra gedrechselt ausgedrückt hatte, auch, um den eigenen Geschmack nicht absolut zu setzen und ihn als kennzeichnendes Signal auszuweisen. Teilweise richtig persönlich wurde man da angegangen, meist mit der Unterstellung, man habe ja keine Ahnung und sei überhaupt nicht bei der Veranstaltung gewesen, sonst hätte einem ja auffallen müssen, dass…..usw. Beliebt war auch die Drohung, ein Abonnement sofort abzubestellen, was wohl um die Ecke herum Druck auf mich ausüben sollte. Ja klar, wer austeilt, muss auch einstecken. Doch die Art, wie man angegangen wurde, diese simple und peinliche Identifikation mit den „Stars“, diese tumbe Art, gegen jede Kritik kräftig auszuteilen und sich immun gegen jede Art von Zweifel zu machen, diese peinliche Identifikation mit denen, die daraus ihr Geschäft machen wollen, das hat mir dann doch gestunken. Hatte man nicht gehört, dass da der weltbeste Gitarrist zugange war? Ich nahm wohl zu direkt und einfach eine bestimmte Art von Niveau an, und wohl auch der Bereitschaft, sich mit etwas auseinander zu setzen, einer Meinung, einer Einschätzung, einer bestimmten Perspektive von jemandem ganz bestimmtem. Was gefordert wurde, war mehr von dem, was man selbst als Objektivität definierte angesichts eines Sujets, das doch relativ subjektiv besetzt ist. Objektivität bedeutete meist, unbekümmert einer bestimmten Meinung zu sein. Alles gut. Alles klasse! Nun denn….
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