Reise durch Wirklichkeiten

Donnerstag, 30. April 2026

In und out EU

Ob es ein Argument ist, dass man im EU-Parlament wahnsinnig viel verdient und dann als Arbeitsnachweis völlig nutzlose Verfügungen und Verordnungen erfindet? Womöglich schon. Wie kommt man da überhaupt hin? Durch Wahlen, klar. Durch die Partei. Ach so! Man macht Parteikarriere. Aber dies gilt auch für den Ausklang, das Ende einer politischen Karriere, das Gnadenbrot: Auch klar. Die Partei schiebt einen dann nach Brüssel ab aus der nationalen Tagespolitik, hin zu einem lukrativen Job. Sie entsorgt einen. Aber Euro-Wahlen: Die Leute kommen dann in Brüssel an und sind unheimlich dankbar für jeden Rat. Sie wissen nicht, wo sie sind, alles ist fremd, die Sprachen, die Gebäude, die Bürokratie, entsprechend klein fühlen sie sich. Dann merken sie, dass ihnen jede Tür aufgehalten wird. Dass sie hauptsächlich vom Lobbyistenpulk hofiert werden. Einladungen. Angebote. Sie fangen an, arrogant zu werden. Ein Jahr vor den Wahlen spüren sie, dass sie etwas tun müssen, um wiedergewählt zu werden. Dann werden sie agressiv und versuchen, alles mögliche durchzuprügeln. Es muss dann etwas mit wichtigem Gesicht dahergeschwafelt werden, wozu diese „Politiker“ sich von den teuren Rhetorikdozenten ihrer Partei längst haben fit machen lassen.

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