Reise durch Wirklichkeiten

Donnerstag, 18. Dezember 2025

Kritische Kritik

Im Grundsatz gilt ja: Die Subjektivität muss in der Presse als Objektivität behauptet werden. Es ist etwas so, wie der Kritiker behauptet. Basta. - was womöglich all den Größenwahn nach sich zieht, der in den Feuilletonstuben all die staubigen Jahrzehnte herrschte. Das ging so lange, bis das Internet sie in Richtung auf das Populäre und Verkaufbare befreite. Ich habe gerne den Pluralis Majästatis benutzt, (auch Thomas Bernhard benutzte ihn gerne, womöglich habe ich das auch von ihm). Mit dem kalten Blick abseits zu stehen, nicht Teil der Masse zu sein und sie trotzdem zu verstehen versuchen, das ist der Part des Kritikers. Wenn alle begeistert aufspringen und mitklaschend zur Bühne gehen, wie ein Fremdkörper im Gestühl sitzen bleiben und vor sich hin räsonnieren, der professionelle Spielverderber sein....., das könnte genauso wie das „Wir“ die Rolle des Kritikers kennzeichnen. Ungewohnte Perspektiven aufreißen, etwas zu erfassen versuchen. Aber auch sich hineinversetzen in die Masse und das übliche „stylish“ geklonte Material.

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