Reise durch Wirklichkeiten

Montag, 24. November 2025

Zukunft mit KI gestalten

Es wird einem ja regelrecht eingebläut, eingeprügelt, mit allen Mitteln eingetrichtert: KI hilft, die Menschheit zu retten. Die wenigen kritischen Stimmen scheinen verstummt, jetzt geht es mit gewaltigem Medienoverkill ab, das Thema zu propagieren. Es muss offenbar gelernt und übernommen werden, besonders von denen, die an den unbedingten technologischen Fortschritt glauben. Auch das hierzulande dringend erwartete Wachstum soll damit voran getrieben werden: ein Narr, wer sich dem verweigert. Innovation und Fortschritt sind angesagt. Wer will da nicht mit? KI verändert die Art, wie wir Fragen stellen und beantworten, so heißt es. Wie wir Ideen entwickeln und Probleme lösen, soll davon stark beeinflusst werden. Einen kleinen Vorgeschmack davon haben wir schon durch die verschiedenen Programm erfahren dürfen: Angenehm das alles, ein paar erfolgreiche Versuche und dann das Abonnement abschließen, das heißt sodann löhnen, was damit auf das Wichtigste deutet. Unsere Welt soll beschleunigt werden, alles kann noch schneller gehen, Arbeitsplätze werden geschaffen und abgeschafft. KI erstellt uns ein echtes Gegenüber, das sich in tausende von Assistenten verzweigt. Was heute gilt, kann morgen schon veraltet sein. Ob dies Tempo dem Menschen entspricht, ob es ihm entgegen kommt, scheint zunächst einmal egal: was ausschließlich zählt, ist der technologische Fortschritt. Digitale Transformation heißt das Schlagwort. Wer kommt da mit, immer schneller, immer effektiver in dieser immer komplexer werdenden Welt? Es wird als gegeben angenommen, das wir uns diesen Entwicklungen anpassen sollen und nicht umgekehrt. Die Zukunft gestalten: das geht nur mit KI, so die Message. Bei uns in schland scheint die Autoindustrie stark angeschlagen. Rezept: KI. Weiterbildung in KI. Der Mensch wird von solchen Entwicklungen geformt, soll sich anpassen, soll mitkommen, soll Fortschritt vollziehen. Ob das rein technologische Argumente sind? Ob Menschen dadurch auch deformiert, verbogen und entfremdet werden? Ob sie überhaupt noch eine Rolle spielen werden? Welche? Ich denke, das kritische Abwägen, das Für und Wider erwägen, wäre ein Weg. Wie? Ich weiß auch nicht. Aber dies unkritische Anhimmeln technologischer Möglichkeiten erscheint mir auch nicht als gangbarer Weg und orientiert sich wohl an den Technokraten-Fürsten von Silicon Valley.

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