Reise durch Wirklichkeiten

Mittwoch, 5. November 2025

Sprachliche Ironie und Verspottung

In meiner Musik ist viel Verspottung der Sprache und der Sprachhülsen, selbst jener oft von der KI gebrauchten Auslöser/Trigger von typischen Gefühlen. Mit diesen „Hülsen“ arbeitet auch die Werbeindustrie. Sie arbeitet unter anderem völlig unironisch mit dem Unechten, dem Vorgefertigten, der leeren Hülse, der Phrase und dem Klischee, das uns zu tumben Konsumenten machen will. Über den dementsprechenden Einsatz der Sprache habe ich im Verlaufe meines Berufslebens viel gelernt und ließ mich dazu herbei, als Journalist selbst solche Klischees, Modewörter und Modebegriffe zu gebrauchen, die üblichen grassierenden Wörter, die die Wirklichkeit für uns streifen und ein Gefühl vermitteln. Es geht darum, diese Gefühle der Leute zu fangen und mit ihnen zu arbeiten, sie letztlich für den eigenen „Erfolg“ zu gebrauchen. Es gilt, dafür Formen zu finden, die oft selbst sehr stark vorbestimmt und festgelegt vorgefertigt sind. Mittlerweile macht das alles die KI besser als das, was wir jemals lernten. Ich habe früh eine Abneigung gegenüber diesen Mechanismen empfunden.

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