Reise durch Wirklichkeiten

Montag, 3. August 2026

US-Reise

Wir sind damals per Mietwagen durch den Westen der USA gefahren, haben dessen wunderschöne Seiten bewundert: Die Nationalparks. Yosemite. Wow! Joshua NP. Krass. Sequoia NP toll! Canyonlands, Big Bend…..etc. Wir haben sie praktisch alle besucht und haben uns davon bestricken lassen. Dazwischen Death Valley NP. Vancouver. Snake River. Vom Colorado kommend wahnsinnig viel Glück gehabt. Zum Grand Canyon gefahren und sofort ein Quartier bekommen, als sei das das Normalste der Welt. Einfach eingecheckt, ohne Voranmeldung. Diese Wildniss in Arizona hatte mich stark angezogen. Wollte auswandern. Dieser Pragmatismus bei den Zimmern, die man mietete. „True is, what works“. Klasse. Olympic NP. Mount Rainier NP. Mit dem Auto auf 4000 meter hoch gefahren. Später noch Richtung Osten, Niagara Falls natürlich. Berge. Horizonte, die einen stark zogen. Namenloses. Wildes. Montana. Wyoming. Yellowstone. Büffel. Mount Rushmore. Haha.

Sonntag, 2. August 2026

Überschau

Wir trülen und spülen. Wir hoffen auf den Effekt. Wir verbrauchen und sind genug. Beengt. Bedrängt. Wir werden bestraft. Schlaflos müde. Rüde abgeschrubbt. Wissen, nicht mal, wieso. Erinnerungen kommen über uns. Es war mal besser, - vermeintlich. Auch anders. Wir dampfen und krampfen. Das Abklingbecker wartet. Es wird eng darin. Ungünstig mampfen. Nicht so dick aussehen wie man ist. Wie man frisst, so bettet man sich. Übel sich selbst belügen. Hemmungslos egoistisch sein. Wo und wann kommt die blaue Pille? „Es wird empfohlen…..“. Geradeaus fahren, - ob das noch möglich ist? Festgenommen. Verhaftet. Eingekerkert. In Ketten gelegt. Ins Gefängnis geworfen. Von Technokraten. Die etwas vertreten.

Samstag, 1. August 2026

Auf der Suche nach Identität

Man müsste wie die Figuren bei Max Frisch von vorne anfangen können. Gar nicht mal aus Unzufriedenheit, sondern nur um ein Leben noch einmal neu zu leben. Aus anderer Perspektive. Für einen Relativisten wie mich ist das sogar vollkommen logisch. Dieser Gedanke hat mich unter anderem an den Pionieren fasziniert, die im 19. Jahrhundert in die USA aufgebrochen sind. Neue Horizonte. Sich selbst neu erfinden. Sich quasi umdrehen, derselbe bleiben und doch alles anders sehen. Ich habe und hatte zu wenig Urvertrauen dazu.

Freitag, 31. Juli 2026

Worte (ublyrik)

Alle Worte sind Geräusch gewesen und sind wieder dazu geworden Missbrauch und Verlogenheit, im weißen Rauschen untergegangen dessen, was jeder sagt, jeder hat eine Meinung Worte sind missbraucht und zu Werbung geworden für Produkte und eitle Egos Wetten auf Macht und kitschiges Glück Wichtig wollen sie einen einbringen arrangiert, manipuliert, geschönt auf Wirkung bedacht, etwas einbringen du kannst stammeln, stottern, lallen Phrasen sind geprägt, an denen das gemessen wird Der Zeitgeist streicht jetzt streichelnd über den Screen auf dem die Icons und Klicks leuchten wohl das Richtige und nicht das Falsche, das Falsche im falschen Leben mir ist schon schlecht vor lauter Wiederholungen ich will den Tag und die Sonne genießen weggehen und träumend mich verdrücken ans Meer und in kalte Berge immer weiter tanzen hinaus sie tanzen um das goldne Kalb selbstverständlich Fan ihrer selbst das Gefühl, wenn der nasse Lappen auf das Gesicht, auf die Haut kommt die können sich nicht mehr riechen wieso machen so viele Menschen so seltsame Sachen? Um sich selbst zu spülen, zu spüren, sich selbst zu verwirklichen? Das ist die neue, heilig anstrengende Pflicht: Sich optimieren

Donnerstag, 30. Juli 2026

Ich und die Andern

Die Gegenwart ist krisenhaft. Jetzt im Moment ganz besonders. Ob wir dadurch etwas an Ichgefühl oder Identität verlieren? Oder im Gegenteil: ob wir mehr davon gewinnen? Tatsache ist, dass es in dieser Gesellschaft nicht erst seit der Amtsübernahme eines gewissen Präsidenten Zweifel an einer gemeinsamen Wirklichkeit gibt. Der Vorrat an gesellschaftlichen Gemeinsamkeiten scheint sich auf Geld und ökonomischen Austausch zu beschränken. Das Allgemeine ist fragwürdig geworden. Es herrscht eine Auflösung sozialer Verbindlichkeiten. Dinge gehen offenbar schemenhaft ineinander über: Naturzerstörung und Naturschutz. Beschleunigung und Stagnation. Arbeit und Freizeit. Selbstwert und Marktwert. Was ungeheuer wichtig ist: Es geht nicht um endgültige Wahrheiten, sondern um Vorschläge. Leben ist eine geheimnisvolle Ganzheit, die es möglichst gut zu begreifen gilt. Möglichst gut. Alles, was ist, ist in Bewegung. Ein Schwingen zwischen Polaritäten, etwa Tag und Nacht, Mann und Frau. Der Mensch stellt dazwischen die Frage „Wer bin ich?“. Er ist unbestimmt. Er ist derjenige, der sich seine Lebensumstände selbst schafft. Er hat Umgang mit dem Leben. Man ist in eine bestimmte Umwelt, eine bestimmte Familie, Kultur Epoche hinein geboren. Und in die Natur, Mitglied der Tierwelt, als Erdwesen und Teil der eigenen Schöpfung. Ob einem das Rechte verleiht? Man ist “Geworfener Entwurf...“, sagte Martin Heidegger, der Bräunling und entlarvte Philosoph. Wir sind nicht nur das, was ist, sondern das was sein könnte. Es gibt kein Entweder oder, sondern eher ein sowohl als auch. Den Umgang mit Widersprüchen. Ich und die andern. (Schöne Sprüche....!) Es gilt, sich und das Leben immer wieder neu zu begreifen, begründen und gestalten. Balancen zu gewinnen und seine Seinsmöglichkeiten zu entfalten – möglicherweise auch ohne Sinn. Es geht um den Wert von Leben. An sich. Ein Zurechtfinden. Eine der unendlich vielen Seinsmöglichkeiten für sich zu finden. (Bloß wie?) Alles geht automatisch seinen Gang. Scheinbar. Doch das Leben vollzieht sich zuweilen auch mal in Sprüngen, die die Macht des Faktischen rasant überwindet, indem sie eine andere Geschwindigkeit anschlägt, indem sie plötzlich Realität wird.

Mittwoch, 29. Juli 2026

Kunst und Leben

"In einem ganz bestimmten Paradoxon hob sich der Gegensatz Kunst und Leben auf. Dies Thema trieb ihn um: war es Henri Matisse, oder war es Marcel Duchamps? Er war sich in diesem Moment nicht sicher. Aber einer von beiden hatte an eines seiner Kunstwerke diese großartigen Zeilen geheftet: „Dies ist nicht, was es darstellt“. Pennälerwissen. Ein Stochern im Nebel. „That’s, what it is“, diese lässigen, diese ganz und gar unintellektuellen Zeilen würde er einen Cowboy dazu sprechen lassen, wenn er eines Tages einen Film über derartige Sachverhalte drehen würde. Der Cowboy würde dreckig dazu grinsen, wie einer jener Schurken, die um zwölf Uhr mittags mit der Eisenbahn in das kleine Kaff im Westen kommen, um Gary Cooper die Hölle heiß zu machen. „High Noon“. Was nun? Natürlich würde er eines Tages den Oscar für sein Werk annehmen, - nun gut. Beiläufig. Man hatte wahrscheinlich keine andere Wahl, als ihn an- und mitzunehmen. Aber eigentlich ging’s einem nicht darum, Es ging einem um die Kunst, es ging einem darum, sich auszudrücken. Man musste sich ausdrücken, dies war einem als Künstler aufgegeben. Und er selbst war Künstler. Wenigstens eine Art Künstler. Basta."

Dienstag, 28. Juli 2026

Kurs halten

Man zieht seinen Kurs durch, auch wenn das womöglich niemand mehr so richtig interessiert. Surrealistische und romantische Sichtweisen sind da enthalten, - unter anderem. Ich ging oft davon aus, dass man die Dinge verschieden sehen kann und leitete davon so etwas wie Toleranz ab. Mittlerweile ist es so, dass nur noch wenige Personen meinen Worten vage Hinweise für sich entnehmen können. Schade, so denke ich, ich war dann doch irgendwie auf sozialen Austausch hin angelegt, hätte etwas zu sagen. So, wie in der Musik. Ich war wenigstens einigermaßen konsequent, im Gegensatz zu dem prostituiert Korrupten, was ich ich Figuren näherer und weiterer Distanz entnehme. Ich wollte in Richtung Identität meiner Person voran kommen. Ich wollte begreifen, in welcher Art ich mich in Austausch mit meiner Umwelt sehe, wie und wo ich abhängig von ihr bin. Was anscheinend schon anrüchig ist: „Man muss es nehmen, wie es ist“ (Lehrsatz der Pragmatiker). Mein ganzes Leben über habe ich die Macht des Faktischen nicht anerkannt. Ich wollte Hinweise ins Seltsame, Wunderliche und Wunderbare, ins Sonderbare, Übernatürliche, Imaginierte, ins Unalltägliche, Groteske, Spirituelle und nicht Begreifbare geben. Ich wollte dabei mitteilen, wie sehr ich mich selbst als Suchenden sehe und keinesfalls als denjenigen, der die großen Antworten vertritt. Wo ich mich eingespannt sehe in andere Zusammenhänge, zu denen ich mich höchstens noch äußern kann, sie aber nicht mehr ändern, - wie in früheren Zeiten angenommen. Die Lifestyle-Gesellschaft nahm ich anfangs nicht ernst und sehe mich jetzt gezwungen dazu. Man ließ mich leicht und locker über die Klinge springen. Ich war eine Zahl in einem Feld von Variablen. Ich war darauf nicht vorbereitet, allenfalls abstrakt (nahm aber an, dass mich das persönlich nicht betreffe...). Ich meinte, die Struktur eines Umgangs miteinander zu erkennen, der nicht meiner war, weil er aus einer Welt der gegenseitigen Härte kam. Ich sah mich auch zu oft als Beobachter und Analysierenden, wo ich längst eingebundener Teilnehmer war.

Montag, 27. Juli 2026

Solitude

Du entdeckst und es wird dir zunehmend bewusst, dass du alleine bist. Hattest du in der Vergangenheit stets Leute um dich herum, die du als viel zu viele empfandest, so gibt es diejenigen jetzt gar nicht mehr. Man hat sich abgesetzt vom Mainstream, ohne dass man das so richtig merkte. Es gab eine Entwicklung um dich herum, deren Eigenheit du mal wieder nicht so recht mitbekamst. Auch mag das alles eine Folge deiner Tätigkeit als „Freier Journalist“ sein….. Immer wieder hört man von Menschen, die verreckten und die erst bemerkt wurden, als es anfing, unangenehm zu riechen. Nachbarn? Hier unsichtbar. Ja klar, man selbst gibt sich ja auch nicht gerade kontaktfreudig. Aber sie würden antworten, dass man mich in letzter Zeit kaum mehr gesehen habe. Man wisse kaum, wer was mache und warum. Alles scheint anonym geworden zu sein. Tatsache scheint zu sein, dass für die meisten Menschen Freunde allgegenwärtig sind und Ablenkungen zuhauf verfügbar sind. Wer eigentlich darf da bei sich selbst sein? Klar, so etwas kann auch lobesam sein. Doch die Zeiten, als der Schriftsteller Gottfried Benn „Wer allein ist, ist auch im Geheimnis..“ behaupten durfte, sind wohl im Zeichen einer allgemeinen Vergesellschaftung vorbei. Single sein. Sich selbst genügen, das freilich schließt einen von der großen Vernetzung aus. Eremitage. Mönchtum. Vor einiger Zeit war es sehr angesagt, in Klöstern zu verweilen, die Stille dort neu kennen zu lernen, die Stille auszuhalten. „Auszeit auf Zeit“ war meist sehr teuer und beinhaltete oft auch noch andere Wellness-Wohltaten im Zeichen religiöser Erbauung. Doch was ist nun die Realität? Einsame und alleinstehende Menschen gelten als Sonderlinge. Reinschauen bei Edward Hopper: Menschen ohne soziale Bindungen sitzen dort alleine an der Bar, leicht bekleidete Damen machen geschlechtlichen Betrieb, bieten Attraktionen der glitzernden Oberfläche. Man sinkt ab in Wein und Zerstreuung, in Schein und Schalk.

Freitag, 24. Juli 2026

American Dream

Nachdem ich viel in den USA gewesen war und die Unterschiede zwischen den Systemen im Alltag festgestellt hatte, wurde mir zunehmend „der europäische Weg“ auch des wirtschaftlichen Prosperierens bewusst. Es war ein vielen Einflüssen geöffnetes, von der weit zurück reichenden Vergangenheit (Europa hat eine Geschichte, die nicht unbedingt immer in Eurozentrismus führen muss) oft ungünstig beeinflusstes und offenes Vorwärtstasten in dieser Wirtschaft, das sich auch einen gewissen Respekt vor der menschlichen Arbeitskraft bewahrte und Teilhabe auch an der Wirtschaft ermöglichen wollte. Auch wurden Geisteswissenschaften, also dem systematischen Nachdenken über menschliche Verhältnisse, Möglichkeiten eröffnet (die sich freilich viel zu lange am klassischen Bildungsbürgertum orientierten). Es wurde ein europäischer Weg entwickelt, der mit seiner „sozialen Marktwirtschaft“ in einem gewissen Gegensatz zu dem der USA stand, in dem schon immer ein erbarmungslos kapitalistischer Wettbewerb herrschte, der einen in die Kaste der Schwerreichen mit allen Insignien oder ins Elend unter eine Brücke katapultieren konnte. Dies wurde allgemein akzeptiert, so lange der „amerikanische Traum“ existierte: Vom Tellerwäscher zum Millionär, wenn du nur hart genug daran arbeitest und dir das Ziel möglichst plastisch vorstellst und dann auch realisierst. Nun kommt bis in die jüngste Vergangenheit hinein hinzu, dass dies in gewissen Fällen zu funktionieren schien und von den Medien verherrlichte und protegiert wurde. Steve Jobs erarbeitete innerhalb seiner Lebenszeit eine Firma von Weltruf mit gigantischen Umsätzen, Bill Gates tat es ihm gleich. Warren Buffet reüssierte mit seinem Gespür für Profit an der Börse. Larry Page; Mark Zuckerberg und Jeff Bezos hatten das richtige Gefühl für die Zukunft zur rechten Zeit und machten draus Milliarden. Elon Musk wiederum scheint mir schon die weitere Entwicklung dessen zu verkörpern: Er wurde vor allem durch geschickte Manöver auf dem Geldmarkt zum reichsten Menschen, er beherrschte das Spiel des Geldschöpfens auch durch talentiertes eisernes Arbeitsethos und rücksichtslos auf Profit ausgerichtetes Verhalten. Irgendwann kam der Punkt, wo sich dies verselbständigte und Musk nur noch durch seine Person und deren so knallharte wie profitorientierte Ausstrahlung seine Geldmaschine beeinflusste.

Donnerstag, 23. Juli 2026

Kunst Stoff

Da ist dicker, durchsichtiger Kunststoff, früher sagte man „Plastik“ dazu. Ich habe mich mal wieder an der massiven Verpackung eines Elektroartikels verletzt. Blutet. Es scheint so zu sein, dass noch immer eine massive Verschwendung von Umweltressourcen damit betrieben wird. Im Jahr 2026? Die Sachen sind so stabil verpackt, dass ich zu ihrer Offenlegung Messer und Schere brauche, um schließlich doch noch mit einer blutenden Wunde abzuschneiden. Bin ich zu blöde? Muss das sein? Könnte man da nicht wenigstens ansatzweise etwas mehr Vernunft walten lassen und zumindest umweltverträgliche Materialien verwenden? (steht das irgendwo im Kleingedruckten? Ist da Green Washing?) Es erscheint mir derzeit ohnehin so, dass verschiedene Leute aus der Schicht der Herrschenden vieles behaupten, was in der Realität nicht oder kaum stattfindet. Es erscheint mir, gelinde gesprochen, die Rückkoppelung des Informationsstromes nicht immer gegeben zu sein. Man wäre inzwischen vielleicht so weit, dass aufwendige Verpackungen mit nicht recyclingfähigem Kunststoffmaterial nicht sein müssten. Trotzdem werden solche Dinge unablässig und „alternativlos“ verkauft. Ob das die Konjunktur stützen soll? Das Wachstum? Den Konsum?

Mittwoch, 22. Juli 2026

Metallkopf

Das habe ich mal in tiefer Vergangenheit abgesondert: Stumpfe Speerspitze^Die Metalband Saxon im LKA^^^Die Band galt immerhin mal als "Speerspitze einer neuen Welle des britischen Heavy Metal". Doch das ist über zwanzig lange Jahre her. Das Schlachtschiff Saxon ist seitdem ber manch herber Seitwärtswelle einige mal ins Schlingern gekommen, wohl die ganze Mannschaft ist dabei nach und nach über Bord gegangen. Nur der alte Käpt'n, Biff Byford heißt er, er steht in seiner marinen Nietenjacke immer noch unerschütterlich auf der Kommandobrücke und krächzt heißer seine Verse. Und wenn seine Fans ihm huldigen, wie jetzt wieder im LKA, dann gibt er sich immer etwas gerührt, manche glauben sogar ein Tränlein in den faltenumgrenzten Žüglein zu entdecken. "Metal Head", "Metallkopf" hat der britische Fünfer tapfer seine neueste Schallplatte genannt und sich dabei selbst wohl recht treffend eingeschätzt. Unerschütterlich drischt der Fünfer immer noch seine Metal-Phrasen, egal, ob sie mit "Travellers in Time" auf eine hämmernde Zeitreise oder sich mit "oh oh oh oh.....the Crimes of war" in manchen furchterregenden Refrain verirren. Neben Frontmann Byford, der sich das eine oder andere wohlverdiente Päuslein gönnt, kann die Band mit dem neuen Schlagzeuger Fritz Randow auch etwas fürs Auge bieten. Als rennomierter Kämpe, der bei schon bei Kapellen wie Victory oder Sinner Rhyhthmusarbeit geleistet hat, beherrscht er sein Instrument inzwischen geradezu varietereif. Spektakulär, wie er mit tausend Händen die Stücke durch die Luft dreht und wirbelt, um sie gleichzeitig zum harten und präzis geführten Schlag auf die Felle zu führen. Dass ihm bei seinem Solo überhaupt nichts eingefallen ist, sei dafür verziehen. Dass Saxon als Gruppe nichts Neues mehr einfällt, dass die Speerspitze längst stumpf geworden ist, hat die Anhängerschaft auch längst verziehen: Allseitige Zufriedenheit breitete sich insofern über diesem einem Veteranentreffen gleichenden Konzert aus. Ob das mit dem vielbeschworenen Geist des Rock 'n' Roll etwas zu tun hat? ub

Dienstag, 21. Juli 2026

Einsamkeit?

Du entdeckst und es wird dir zunehmend bewusst, dass du alleine bist. Hattest du in der Vergangenheit stets Leute um dich herum, die du als viel zu viele empfandest, so gibt es diejenigen jetzt gar nicht mehr. Man hat sich abgesetzt vom Mainstream, ohne dass man das so richtig merkte. Es gab eine Entwicklung um dich herum, deren Eigenheit du mal wieder nicht so recht mitbekamst. Immer wieder hört man von Menschen, die verreckten und die erst bemerkt wurden, als es anfing, unangenehm zu riechen. Nachbarn? Hier unsichtbar. Aber sie würden antworten, dass man mich in letzter Zeit kaum mehr gesehen habe. Man wisse kaum, wer was mache und warum. Tatsache scheint zu sein, dass für die meisten Menschen Freunde allgegenwärtig sind und Ablenkungen zuhauf verfügbar sind. Wer eigentlich darf da bei sich selbst sein? Klar, so etwas kann auch lobesam sein. Doch die Zeiten, als der Schriftsteller Gottfried Benn „Wer allein ist, ist auch im Geheimnis..“ behaupten durfte, sind wohl im Zeichen einer allgemeinen Vergesellschaftung vorbei. Single sein. Sich selbst genügen, das freilich schließt einen von der großen Vernetzung aus. Eremitage. Mönchtum. Vor einiger Zeit war es sehr angesagt, in Klöstern zu verweilen, die Stille dort neu kennen zu lernen, die Stille auszuhalten. „Auszeit auf Zeit“ war meist sehr teuer und beinhaltete oft auch noch andere Wellness-Wohltaten im Zeichen religiöser Erbauung. Doch was ist die Realität? Einsame und alleinstehende Menschen gelten als Sonderlinge. Reinschauen bei Edward Hopper: Menschen ohne soziale Bindungen sitzen dort alleine an der Bar, leicht bekleidete Damen machen geschlechtlichen Betrieb, bieten Attraktionen der glitzernden Oberfläche. Man sinkt ab in Wein und Zerstreuung, in Schein und Schalk.

Montag, 20. Juli 2026

Green Washing

Da ist dicker, durchsichtiger Kunststoff, früher sagte man „Plastik“ dazu. Ich habe mich mal wieder an der massiven Verpackung eines Elektroartikels verletzt. Blutet. Es scheint so zu sein, dass noch immer eine massive Verschwendung von Umweltressourcen damit betrieben wird. Im Jahr 2026? Die Sachen sind so stabil verpackt, dass ich zu ihrer Offenlegung Messer und Schere brauche, um schließlich doch noch mit einer blutenden Wunde abzuschneiden. Bin ich zu blöde? Muss das sein? Könnte man da nicht wenigstens ansatzweise etwas mehr Vernunft walten lassen und zumindest umweltverträgliche Materialien verwenden? (steht das irgendwo im Kleingedruckten? Ist da Green Washing?) Es erscheint mir derzeit ohnehin so, dass verschiedene Leute aus der Schicht der Herrschenden vieles behaupten, was in der Realität nicht oder kaum stattfindet. Es erscheint mir, gelinde gesprochen, die Rückkoppelung des Informationsstromes nicht immer gegeben zu sein. Man wäre inzwischen vielleicht so weit, dass aufwendige Verpackungen mit nicht recyclingfähigem Kunststoffmaterial nicht sein müssten. Trotzdem werden solche Dinge unablässig und „alternativlos“ verkauft. Ob das die Konjunktur stützen soll? Das Wachstum? Den Konsum?

Samstag, 18. Juli 2026

Geld, Job, Gewinn

Mir scheint es, als wolle so mancher Minister sich vor allem durch PR-Tricks hervortun. Da werden Taschenspielereien vorgeführt, da werden mit Geld aus dem Ausland die passenden Mitarbeiter herbei geholt (in diesem Ausland dürfen sie dann schon fehlen… . „Uns“ steht das zu ….. Ob das etwas Neokolonialistisches an sich hat?….Das mit der „Win-win-Situation stimmt also alleine schon deshalb nicht so ganz). Im nun zum zweiten Mal herauf dräuenden „Herbst der Reformen“ scheint alles erlaubt. Ein „Sondervermögen“ oder zwei viele sind eingerichtet. Es soll mehr gearbeitet werden, Unbedingt! Das Geld, der Zuschuss, der Anteil soll erhöht werden, kommt aber nie dort an, wo es ankommen sollte. An was das liegt? Unübersichtliche und versteckte Klauseln sind ja beliebt in Wirtschafts- und Staatskreisen. Warum sich nicht etwas „vom Markt“ abschauen? Hauptsache, einen Auftritt gehabt!, denkt sich der Minister. Sich gesonnt in der öffentlichen Aufmerksamkeit, am Image gearbeitet…. „Ach, der Markt wird es schon richten….!“, so wird schon mal neoliberal hinaus gepustet. Der „Markt“ richtet offenbar alles zum Vorteil derer, die einen Vorteil daraus ziehen wollen. Ob es öffentliche Daseinsvorsorge gibt? Das alles sei beabsichtigt, so lautet ein Kommentar. Der Staat könne halt nicht alles besser. Vollkaskomentalität adieu! Interviews werden abseits der öffentlichkeitswirksamen Strecken kaum gegeben. Ob das alles zu durchsichtig ist? Offenbar nicht. Die Medien berichten währenddessen vor allem über „Promis“…….es geht um Singles, die sich neu paaren……, dazwischen geht es in Gewinnspiele, in denen tausende von Euros zu gewinnen sind….Jackpot… es geht um Augenaufschläge…um falsches Lächeln...und um Image….

Freitag, 17. Juli 2026

Töne und Alarm

Pieptöne überall! Da piept‘s doch! Man ist aufgeschreckt. Man rennt. Man stolpert. Es blippt jetzt mit anderem Sound. Ist`s die Haustür‘? Nein, man war aber schon hinaus gestürzt gestolpert und gefallen. Man muss sie nur deuten können, diese Töne. Kann ich aber nicht. „Nachricht eingetroffen… blipp! Ach! Was für Nöte sind denn das? Nicht mehr auf der Höhe der Zeit? Man fragt sich Fragen, auch der seltsamen Art. Bloß, weil man alt ist. Wow. Das müsste eigentlich automatisch gehen. Bin ich falsch programmiert? Bei diesen Digitaltönen dabei sein, Digital Native? Müsste man das? Dressiert sein? Es sollen jetzt Klimaanlagen her. Im großen Stil. Die „Amis“ würden es uns vormachen. So eine klugscheißerische Dame im TV. Ob aber die „Amis“ die richtigen Vorbilder sind? Ob sie etwas, nur etwas (!), mit Ökologie am (Cowboy-)Hut haben? Sollen wir langsam uns der Trump-Welt annähern? Unwillkürlich? Ja klar, Trump-Bashing kann jeder! Wer sich unterscheiden kann, bewundert so einen. Oder sollen – wie sozial! - Krankenhäuser und Pflegeheime jetzt erstmal in den Genuss dessen kommen? „Leben statt leiden“? Das Schlagwort schlägt. Man müsste sachte abwägen, aber doch nicht so agitieren. Wer in die USA blickt, sieht, dass da nicht nur Krankenhäuser und Pflegeheime Klimaanlagen haben. Tatsache ist wohl, dass Klimaanlagen im großen Stil viel Energie verbrauchen. Man müsste sowas ausgewählt gegenrechnen können. Den Nutzen gegen den Schaden. Aber so? Einfach pauschal Klimaanlagen fordern? Und die (vorhersehbare) Meinung der Grünen grinsend ignorieren…. Es piept schon wieder. Jemand hat etwas entgegnet, einen Kommentar zu etwas abgegeben. Ich muss das ein. Ich muss wach sein. Ich muss pfiffig sein. Kreativ. Überraschend. Muss vielleicht Aufmerksamkeit auf mich ziehen. Muss man das?

Donnerstag, 16. Juli 2026

Frage

Frage Einstmals, in grauer Vorzeit, gefragt: Wer hat meinen Schlüssel gesehen? er ist offenbar unrasiert und hat einen Bart Ich wende das Blatt und lese verkehrt nimm's nicht persönlich, sieh's positiv!

Mittwoch, 15. Juli 2026

Darbietungen

Seltsame Experten werden mitten in ihren Darbietungen unterbrochen, es wird für Parteistatementpropaganda und für den nächsten Werbeblock freigeschlagen. Auch daran sieht man, wie wenig solche „Experten“ der Dauer-Nachrichtenshow des verlegereigenen „Privatrundfunks“ mit ihrem oft enervierden Geschwätz offenbar wert sind. Ob uns das alles als Politik verkauft werden soll oder ob es das abgehobene Spiel derjenigen ist, die das Spiel der Demokratie für uns zelebrieren? Es werden meist Platitüden aufgeführt, um Reflexe abzurufen. Posing (Darstellung des kundigen „Durchblickers“) sowie ein moralischer Augenaufschlag gehört auch zu dieser Polit-Inszenierung. Die Sinnfrage wird selten gestellt. Cleveres Runtermachen des Kollegen von der falschen Partei, das Geschwätz von den Bäumen im ignorierten Wald („Einflüsterer“in Gestalt von Pressereferenten gibt es enmasse) sind obligatorisch, das harsche Spiel mit dem Image, die ungenierte Simulation des Körperauftritts, das gekonnte Kreisen des wacker daherredenden Für-alle-Kopfes bei der Pressekonferenz (Rethorik-Kurs 1) – ach wie langweilig und peinlich ist denn sowas!

Dienstag, 14. Juli 2026

Kommunikation und Politik

Mir scheint es, als wolle so mancher Minister sich vor allem durch PR-Tricks hervortun. Da werden Taschenspielereien vorgeführt, da werden mit Geld aus dem Ausland die passenden Mitarbeiter herbei geholt (in diesem Ausland dürfen sie dann schon fehlen… . „Uns“ steht das zu …..Ob das etwas Neokolonialistisches an sich hat?….Das mit der „Win-win-Situation stimmt also alleine schon deshalb nicht so ganz). Im nun zum zweiten Mal herauf dräuenden „Herbst der Reformen“ scheint alles erlaubt. Ein „Sondervermögen“ oder zwei viele sind eingerichtet. Es soll mehr gearbeitet werden, Unbedingt! Das Geld, der Zuschuss, der Anteil soll erhöht werden, kommt aber nie dort an, wo es ankommen sollte. An was das liegt? Unübersichtliche und versteckte Klauseln sind ja beliebt in Wirtschafts- und Staatskreisen. Warum sich nicht etwas „vom Markt“ abschauen? Hauptsache, einen Auftritt gehabt!, denkt sich der Minister. Sich gesonnt in der öffentlichen Aufmerksamkeit, am Image gearbeitet…. „Ach, der Markt wird es schon richten….!“, so wird schon mal neoliberal hinaus gepustet. Der „Markt“ richtet offenbar alles zum Vorteil derer, die einen Vorteil daraus ziehen wollen. Ob es öffentliche Daseinsvorsorge gibt? Das alles sei beabsichtigt, so lautet ein Kommentar. Der Staat könne halt nicht alles besser. Vollkaskomentalität adieu! Interviews werden abseits der öffentlichkeitswirksamen Strecken kaum gegeben. Ob das alles zu durchsichtig ist? Offenbar nicht. Die Medien berichten währenddessen vor allem über „Promis“…….es geht um Singles, die sich neu paaren……, dazwischen geht es in Gewinnspiele, in denen tausende von Euros zu gewinnen sind….Jackpot… es geht um Augenaufschläge…um falsches Lächeln...und um Image….

Montag, 13. Juli 2026

Ego sum (ublyrik)

Ego sum (Text) Das Ego, ist das einzige, was du wirklich hast auf dieser Welt deshalb scheint es dir das Wichtigste aber du stehst in einem Zusammenhang der dir Leben erlaubt du lebst mit anderen auf dieser Welt die Vielen? sie schauen in Bauchnabel, haben keine Ahnung, nach was sie suchen vergöttern das Ego, genau so, wie die Mächtigen das gerne hätten immer glücklich und sonnig sein egal, ob sie um dich herum verrecken die anderen sind nur Mittel zum Zweck – Warenwelt Mittel zur Bedürfnisbefriedigung und bist du nicht willig so brauch ich Gewalt subtil und ganz offen stehlen Gedankensplitter, die herumliegen: die Hölle, das sind immer die anderen sich eins fühlen mit allem, Empathie das wäre etwas anderes als Raffgier große Autos und große Häuser den Streitwagen, wer hat den schnelleren, besseren? Wer hat mehr unter der Haube? Competition, Wettbewerb und Krieg mit anderen Mitteln – muss das sein? Wichtigtuer, verliebt nur in ihr Selbst pflegen hingebungsvoll ihre Selbstsuche und scheren sich dabei einen Dreck um die andern die andern haben's ihnen gesagt sie sollen sich nicht bloß nicht kümmern und immer treu bei sich selbst bleiben die Zwiebel immer weiter schälen immer weiter......aber da kommt kein richtiger Kern

Krankenhaus

„Es ist doch eine vollkommen unsymmetrische Kommunikationssituation im Krankenhaus: Der sogenannte Patient ist unter Umständen ganz plötzlich aus allen Selbstverständlichkeiten und seiner alltäglichen Normalität heraus gerissen. Die Schwestern und Pfleger hingegen erleben das jeden Tag, für sie ist der Patient einer unter vielen, er symbolisiert den Alltag. Sozusagen eine Durchlaufposition. Sein Gesicht wechselt zwar, aber er scheint doch immer der gleiche zu sein. Vom Patienten aus gesehen ist alles hingegen einmalig. Auch die Gesichter seiner Pfleger sind das. Er ist vielleicht in eine absolute Ausweglosigkeit gestoßen, in eine Einmaligkeit, die sogar, wenn's schlecht läuft, in den Tod führen kann, die gröbste Einmaligkeit, die einem passieren kann.... Schwestern und Pfleger treten ihm gegenüber aber als Vertreter der „Normalität“, des „Lebens draußen“ auf. Sie sind jenseits der Mauer, die sich plötzlich zwischen einem selbst und „den anderen“ (den scheinbar „Gesunden“) auftut. Und tatsächlich, sie, die Pfleger und Schwestern schalten nach Dienstschluss sehr schnell ab und sind wieder ganz draußen aus dieser abgeschlossenen Welt des Krankenhauses, in dem ganz andere Bezüglichkeiten und auch Abhängigkeiten gelten. Jawohl, der Patient ist in vielem auch abhängig von seinen Schwestern und Pflegern. Er ist ihnen ausgeliefert. Es entsteht dadurch eine Vertrautheit, die aber keine ist, sobald eine andere Situation eintritt. Ein seltsames Gefühl.“