Ein Durchgang durch Realitäten aus meiner Sicht - Blog von Ulrich Bauer (Ergänzt ubpage.de)
Samstag, 13. September 2025
Geldmenschen
Leute, die viel Geld haben, glauben, Spezialisten dafür zu benötigen, die sie im Hinblick auf ihre Anlage beraten: „Experten“. Diese „Experten“ sind rastlos unterwegs, die Anlagen ihrer „Klienten“ zu erhalten oder - je nach Risikoprofil - sie trickreich zu mehren. Indem sie also versuchen, sämtliche Vorteile (inklusive „Steueroptimierungen“), für ihre Klienten und letztlich sich selbst, zu erreichen, tragen sie mit dazu bei, die Kluft zwischen Arm und Reich zu vergrößern. Denn welcher „arme“ Mensch hat schon einen Anlageberater zur Verfügung? Wer sich als Angehöriger eines breiten Mittelstands unter Umständen bei den Banken beraten lässt (so wie es dem vergleichsweise „armen“ Menschen möglich ist), der wird oft in Fonds getrieben, von denen viele Leute und Institutionen profitieren, nur nicht der Eigentümer des Fonds. Solche Fonds scheinen mir oft Kapitalverwahrstellen mit hohen Nebenkosten zu sein, von denen meist Banken, Fondsgesellschaften oder deren Mitarbeiter profitieren. Für den Anleger selbst bleibt da oft nur eine schmale Rendite in guten Zeiten und hoher Verlust in schlechteren Zeiten. Ist halt so. Muss hingenommen werden. Verkaufen, gut. Aber was dann? Wer sich dann genauer einarbeiten und in relativ „erfolgreiche“ (was das ist, bestimmen die Fonds selbst, per für den Kunden oft intransparenter „benchmark“) Fonds (auch Upstarts und relativ unabhängige kommen da in Frage) investieren will, wird merken, dass die Rendite auch da unter Schwindsucht leidet und lächelnde Fondsmanger nichtsdestotrotz in den Medien Erfolgsmeldungen verbreiten.
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