Ein Durchgang durch Realitäten aus meiner Sicht - Blog von Ulrich Bauer (Ergänzt ubpage.de)
Donnerstag, 28. August 2025
Salär Vergütung Geld
Ein Posten im Beirat einer Bank, ein monatliches Zweiteinkommen von einem Versicherungskonzern: Lange war unklar, was unsere Abgeordneten seit der Bundestagswahl nebenher verdient haben – und aus welchen Quellen. Einen Betrag an Diäten, der gegen 11000 Euro tendiert, erhalten die Abgeordneten im Bundestag ja sowieso jeden Monat garantiert. Doch viele dieser „Abgeordneten“ verfügen noch über beträchtliche Zusatzeinkommen. Hinzu kommen weitere zahlreiche Vergünstigungen, von Staats wegen für die Volksvertreter. Besonders hoch sind die Einnahmen einiger Abgeordneter aus ihren Beteiligungen an Unternehmen.
Vor einiger Zeit fragte ein Bürger den Bundestagsabgeordneten Frank Junge nach seiner Meinung zu Nebentätigkeiten. Das Thema versetzte den SPD-Politiker in Rage. "Wer die Arbeit als Bundestagsabgeordneter ernst nimmt, wer viel Arbeit und Leidenschaft in die Betreuung des eigenen Wahlkreises steckt, hat meiner Ansicht nach gar keine Zeit, um einer Nebentätigkeit nachzugehen", schrieb Junge. Bundestagsmitglieder würden auskömmlich bezahlt und verdienten ein Vielfaches des deutschen Durchschnittseinkommens. "Eine Nebentätigkeit ist somit nicht notwendig.” Doch verschiedene „Skandale“ haben den Blick der Allgemeinheit geschärft. Die Verschärfung des Abgeordnetengesetzes war insofern wohl eine Reaktion auf zahlreiche Affären. So müssen Abgeordnete längst auch Aktienoptionen transparent machen. Dies geht zurück auf die sogenannte “Amthor-Affäre” um den CDU-Abgeordneten Philipp Amthor. Er hatte sich bei der Bundesregierung für Anliegen eines US-Start-ups eingesetzt. Später bekam er von dem Unternehmen Aktienoptionen.
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