Reise durch Wirklichkeiten

Dienstag, 26. August 2025

Mehr arbeiten

Schon beglaubigen „Wissenschaftler“ per Aussage oder Studie den Appell an „die Deutschen“ (wer ist das? Alle?), doch gefälligst mehr zu arbeiten. Anreize zu mehr Arbeit geben. Sich selbst eine Tagesstruktur (und so etwas Wunderbares wie Sinn) geben, das könne man durch Lohnarbeit, werfen Psychologen von der Seite aus ein. „Soziale Kälte“ sei ein Problem, gewiss. Das Aufstiegsversprechen sei vielleicht etwas abgeflacht. Mit Leistung allein ist hierzulande kein Haus mehr zu bezahlen, so wird von Soziologen zugestanden. Das war einmal. Jetzt aber schnell besteuern, so hecheln ein paar Spezialdemokraten. Kohle abpressen. Diese „Work-Life-Balance“ sei ohnehin nur ein Schönwettersport, glauben um Ernsthaftigkeit bemühte Geister aus der Volkswirtschaft und werfen mit Zahlen um sich. Demographie, Boomer, Sparen…. Es brodelt mehrfach Abgegriffenes in der Suppe der Wissenschaft. Der Gürtel müsse enger geschnallt werden (Ob wir das so schon einmal gehört haben?) Ob so etwas wie Selbstbestimmung in der Arbeit auch eine Rolle spielt? Gestalten, Vorgeben, Machen und Tun nach eigenem Gusto? Den Chef geben. Den Führer der Geschäfte. Einen „Groschen“ zurück legen. Sich verwirklichen. Im Mittelpunkt stehen. Als flotter Karrierist sich einbringen in den Prozess, - egal welchen. Seine eigene Wichtigkeit damit belegen. Nicht unbedingt ist mit „dem Prozess“ wohl der Produktionsprozess am Fließband gemeint, der insgesamt trotz Qualifikationsausweisen, Diplomen und anderen Nachweisen nicht der unwichtigste zu sein scheint. Oder?

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