Reise durch Wirklichkeiten

Donnerstag, 24. März 2022

Debattenkultur

Es ist Abend. Ich schaltete mal wieder Phönix ein, um die Parlamentsdebatte mit zu verfolgen (eigentlich ein Luxus, den sich ein Familienvater, der von seiner Arbeit zu seiner Familie heimkommt, nicht unbedingt leisten mag). Dabei fiel mir mal wieder auf, was mich schon länger störte: Es werden Reden gehalten und Beiträge höchst engagiert inszeniert. Doch die Abgeordneten samt den MinisterInnen starren auf ihr Smartphone, wischen und tippen höchst konzentriert darauf herum. Sie scheinen gar nicht beteiligt an diesen Debatten oder Entscheidungsprozessen, die – ich weiß das wohl – schon längst im Hintergrund in den Ausschüssen entscheiden worden sind. Da werden sehr ernste Themen angesprochen, aber die Menschen in dieser Volksvertretung haben Besseres zu tun, als ihr Smartphone zu wischen. Ist das die hochgelobte „Debattenkultur“? Soll so ein Bewusstsein von „denen da oben“ und“uns da unten“ überwunden werden? Sollen wir auf diese Weise die wichtigen politischen Entscheidungen "den Profis" überlassen? Werden auf diese Weise Entscheidungen über Milliarden von Steuergeldern zelebriert? Ich bin abgestoßen von einem solch demonstrativen Verhalten, angewidert, befremdet…..

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