Reise durch Wirklichkeiten

Montag, 30. August 2021

Wie man wird, was man ist....

Ich komme immer wieder darauf, wie sich Menschen in ihre Wahrnehmungsblase einspinnen und dann glauben, dies sei das wichtigste der Welt und das sei es, was sie selbst ausmache. Besonders an Journalisten beobachte ich dieses, aber auch an Sportler und vielen anderen Funktionsträger in unserer Gesellschaft. Es scheint mir dabei um ein Phänomen zu gehen, das eine immer größere Spezialisierung nach sich zieht und das schleichend (wie viele solcher Prozesse!) als „normal“ empfunden wird. „Jeder an seiner Stelle…“, sagte man früher. Dieser Satz freilich schint mir eine Umdeutung hinter sich zu haben. Dass aber genau Spezialisten oftmals gefeuert, dass sie vermeintlich billiger ersetzt und entfernt werden, macht eine ihrer Eigenheiten aus. Genau zu dieser Klasse der „Gefeuerten“ nicht zu gehören, macht den Ehrgeiz der Verblieben aus, die sich dann oft als unentbehrlich fühlen dürfen. Solange, bis sie aus irgendwelchen Gründen auch gefeuert sind. Tennisspielerinnen und -spieler berichten aus ihrer Wahrnehmungswelt ohne jede Distanz, Rennfahrer, Eisläufer und ähnliche, auf ihr Talent verweisende Personen desgleichen. Ob sich Talent unter dem Einfluss der Gene, aber auch unter dem Einfluss der Umwelt herausbildet? Welche Faktoren dabei wohl eine Rolle spielen? Vererbung, Nepotismus (Vetterleswirtschaft: Eine Hand wäscht die andere) Wie weit kann man sich hinein arbeiten in eine solche Lebens und Erfahrungswelt? In welchem Zeitraum? Wird man dann schleichend das, was man darstellt für die anderen? Oder kann man sich Abstand bewahren? Wie sehr prägt einen die Rolle, die man spielt?

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